Echtleder:
Echtes Leder besteht aus gegerbter Tierhaut. Durch unterschiedliche Bearbeitung und Färbemethoden erlangt es unterschiedliche Farben und Oberflächeneigenschaften. Unterschieden wird grob in gedecktes/zugerichtetes Glattleder, Semianilinleder, offenporiges Glattleder (z.B. Anilinleder), Rauleder und gedecktes Spaltleder (PU-beschichtet).

Jede dieser Ledersorten weist eine andere Haptik, Optik und Güte auf. Glattes, beschichtetes Leder ist unempfindlicher als raues und offenporiges Leder. Flüssigkeiten lassen sich von beschichtetem Leder ganz leicht abwischen und ziehen weniger schnell ein. Gerüche werden generell von echtem Leder wesentlich weniger angenommen als dies bei Stoffen der Fall ist. Offenporiges, natur belassenes Leder nimmt Körperwärme schnell auf, ist anschmiegsam und atmungsaktiv. Beschichtetes Leder ist weniger atmungsaktiv als offenporiges. Nachteil: Echtes Leder ist kratzempfindlich gegenüber scharfkantigen Gegenständen und Tierkrallen. Es bleicht leicht durch Sonnenstrahlung aus. Eine halbjährliche Lederpflege ist generell zu empfehlen, um die schöne Optik zu erhalten.
Robust, atmungsaktiv, anschmiegsam, sehr hochwertig und zeitlos schön!
Kunstleder:
Kunstleder ist eine Ledernachbildung bestehend aus einem Gewebe aus Natur- oder Kunstfasern auf welches eine Schicht aus PVC (Polyvinylchlorid) oder PU (Polyurethan) aufgebracht wird. Auf den ersten Blick kann Kunstleder heute kaum noch von Echtleder unterschieden werden aber i. d. R. ist es wesentlich günstiger. In Sachen Reißfestigkeit, Pflegeleichtigkeit und Widerstandsfähigkeit ist Kunstleder echtem Leder oftmals überlegen. Sogar der Geruch von echtem Leder kann teils bereits imitiert werden.

Größter Nachteil von Kunstleder: Es ist wesentlich weniger atmungsaktiv als echtes Leder. Achtung: Nicht in unmittelbarer Nähe zu Heizungen aufstellen, denn durch starke Hitze können sich leichter Risse bilden.
Sehr pflegeleicht, preiswert und in guter Qualität optisch kaum noch von Echtleder zu unterscheiden!
Microfaser:
Ein Microfaserbezug besteht aus synthetischen Fasern (z.B. Polyester oder Polyacryl), deren Garnstärke weniger als ein Gramm pro 10.000 Meter Fadenlänge beträgt. Microfaser überzeugt mit sehr hoher Formbeständigkeit, Scheuer- und Reißfestigkeit sowie Atmungsaktivität. Da diese synthetischen Stoffe durch die hohe Faserdichte sehr schmutzresistent und wasserabweisend sind, erfreuen sie zudem mit sehr guten Pflegeeigenschaften.

Nachteil: Microfaser lädt sich elektrostatisch auf und zieht so leicht Haare und Staub an.
Sehr anschmiegsam, hohe Schmutz- und Feuchtigkeitsresistenz und große Farbvielfalt!
Strukturstoff (grober, eher rauer Webstoff):
Der Stoff ist eher grob. Die Farbtöne im Polsterbereich sind meistens warm und gedeckt (z.B. Braun, Grau und Beige). Strukturstoffe zeichnen sich durch ihre Robustheit und Pflegeleichtigkeit vor allem gegenüber Staub und Tierhaaren aus. Strukturstoffe ziehen Haare und Staub nicht an. Da die Stoffe zumeist aus verschiedenen farbigen Garnen verwebt werden, fallen Flecken kaum auf.

Nachteil: Durch z.B. Nieten an Jeans, werden bei einigen Stoffen leicht Fäden gezogen.
Sehr robust, moderne Optik, keine elektrostatische Aufladung!
Velours (sehr weicher Webstoff):
In Deutschland bezeichnet man Stoffe mit Velours, wenn der Flor kürzer als Plüsch aber länger als Samt ist. Velours fühlt sich angenehm weich und flauschig an und ist zugleich sehr strapazierfähig. Je länger der Flor ist, desto weicher fühlt sich der Stoff an aber desto schneller können auch Fäden abknicken und dadurch Gebrauchsspuren auftreten wie z.B. glänzende Sitzflächen (Sitzspiegel). Die Scheuertouren sind bei Veloursstoffen aber generell sehr hoch. Werte von 60.000 Martindale sind häufig anzutreffen, mindestens sollten es 20.000 Martindale sein.
Sehr anschmiegsam und weich aber trotzdem strapazierfähig!
Flachgewebe (feiner Webstoff):
Ein Flachgewebe ist ein Webstoff mit feiner, glatter Optik. Die Stoffe sind sehr haltbar bei geringer bis mittlerer Beanspruchung. Bei hoher Beanspruchung sind aber Velours- und Microfaserbezüge eher zu empfehlen. Die Scheuertouren sollten bei mindestens 10.000 Martindale liegen.

Zeitlos schöne Optik mit glatter Oberfläche, große Designvielfalt!
Chenille (weicher Webstoff):
Chenille ist ein Webstoff mit flauschigem Effektgarn, das Chenillegarn genannt wird. Chenille gehört zu den Flachgeweben. Chenillegarn hat eine samtige, dem Velours ähnliche Oberseite. Die Strapazierfähigkeit des Flachgewebes wird durch die Integration von Chenillegarn erhöht.

Sehr weich und Robust zugleich!